Erfahrungsaustausch für Ausbildende

Kürzlich fand der erste ERFA in diesem Projektjahr statt. Der Fokus lag auf dem Thema „Hausverstand“ und der Frage danach, wie man in der Lehrlingsausbildung die „neue Lust am eigenen Denken“ stärken kann. Leider bereitet der Hausverstand – oder eben das Gefühl, dass selbiger bei der „Jugend von heute“ zu kurz kommt – vielen Ausbildungsverantwortlichen ein gewisses Maß an Kopfzerbrechen. Jene Problematik wurde im Rahmen eines interaktiven Austauschs aufgegriffen.

Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"

 

Gemeinsames Verständnis schaffen 

Davon, wie wichtig diese Urteilskraft in Alltagssituationen ist, kann jeder Ausbildende ein Lied singen. Erwachsene verzweifeln oft an der wahrgenommen Schwierigkeit von Jüngeren, durch den Einsatz des eigenen Hausverstands  zu Lösungen zu kommen. Das Wissen, dass selbiger eigentlich jedem angeboren ist und auch gelernt bzw. gestärkt werden kann, nimmt mitunter dem einen oder anderen schon die erste Last von den Schultern. Bei diesem Verständnis setzten wir an.

Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"

 

Keine Zauberformel oder Anleitung

Was im Rahmen dieses Workshops nicht erwartet werden durfte, war eine Anleitung, wie man Lehrlingen Hausverstand „einbläuen“ kann. Vielmehr war die Veranstaltung darauf ausgerichtet, ein gemeinsames Verständnis zum Hausverstand zu schaffen. Statt den Jugendlichen vorzubeten, wie es geht, sollten sie auf dem Wege zur eigenen Erkenntnis die notwendige Unterstützung erfahren. Veranstaltungsleiterin Bianca Goldmann gab neben wertvollem inhaltlichem Input auf vier Handlungsfelder:

  • Arbeiten am Mindset: Sowohl Lehrlinge, als auch Ausbildende müssen sich von ihrem starren Mindset lösen und offen an Situationen herangehen.
  • Vertrauen ist der Schlüssel: Wenn wir jemandem etwas zutrauen, ermöglichen wir überhaupt erst die Entwicklung des Potenzials. Und: Vertrauen verpflichtet!
  • Emotionale Intelligenz zählt: Oft stockt es nicht auf fachlicher / sachlicher, sondern auf emotionaler Ebene. Empathie und gegenseitiges Verständnis ist wichtig.
  • Experimentieren: den Jugendlichen Verantwortung und Raum für Fehler geben, wo es möglich ist. Sie brauchen die Freiräume, um eigene Erfahrungen machen zu dürfen.

Das Inhaltsprotokoll dieses aufschlussreichen ERFAs steht hier zum freien Download bereit.

Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau" Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau" Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"  Erfahrungsaustausch für Ausbilder im Rahmen der Lehrlingsinitiative "Lehre im Walgau"

 

Unser Dank richtet sich insbesondere an Bianca Goldmann für die Führung durch einen interessanten Abend und an die Ausbildungsverantwortlichen unserer Mitgliedsbetriebe, die mit großem Engagement mitgearbeitet haben. Folgende Unternehmen waren vertreten:

  • hartmann – die Tischler
  • Josef Feuerstein GmbH
  • Karl Gabriel Baumeister
  • Lins dach & fassade
  • Raiffeisenbank im Walgau
  • Reisch Maschinenbau
  • SCHMIDT’S Handelsgesellschaft
  • Schloms Kabelkonfektion
  • Summer Installationstechnik
  • Tischlerei Markus Jussel

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